Mittwoch, 22. April 2026

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NABU überreicht Schmetterling-Plakat an Umweltminister

HANNOVER. Nicht nur Bienen und Hummeln sind gefährdet, auch 80% der einheimischen Tagfalterarten und 50% der Nachtfalter sind inzwischen vom Aussterben bedroht. Um auf diese dramatische Entwicklung aufmerksam zu machen, stellte Klaus Müller vom NABU im Landtag auf grüne Initiative hin Umweltminister Olaf Lies (SPD) die Ergebnisse seiner jahrelangen Beobachtungen auf dem Höhbeck in Lüchow-Dannenberg vor. Seinen Erkenntnissen nach müssten inzwischen viel mehr Schmetterlinge als Rote Liste-Arten eingestuft werden.

„Klaus Müller hat seine Beobachtungen und Forderungen beim Minister sehr nachdrücklich vorgetragen “, erklärt Miriam Staudte, agrarpolitische Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion. Der naturschutzpolitische Sprecher der Grünen Christian Meyer und sie schließen sich den Forderungen von Klaus Müller an: „Es braucht eine Aktualisierung der Roten Liste und mehr Maßnahmen für den Schutz von Schmetterlingen. Lippenbekenntnisse reichen nicht. Das Land muss Landwirte fördern, die auf Teilflächen aus das komplette Abmähen vor dem Winter verzichten, damit Überwinterungsmöglichkeiten für Eier und auch Larven vorhanden sind.“ Bislang gelten nicht gemähte Wiesenstreifen als nicht landwirtschaftlich bewirtschaftet, also können keine EU-Agrarfördergelder gezahlt werden.

Wichtig sei auch, dass regionale Blüh- und Fraßpflanzenmischungen statt nicht heimischer Blühmischungen verwendet werden. Mit exotischen Pflanzen könnten die heimischen Schmetterlingen meist nichts anfangen. „Nicht nur Blühpflanzen, die für die ausgewachsenen Falter wichtig sind, müssen vorhanden sein, sondern auch Fraßpflanzen für die Larven“, erklärt Müller.

Der Vorschlag Müllers, einen Lehrstuhl für Taxonomie, die systematische Einordnung und Erfassung von Insekten, einzurichten, stößt ebenfalls auf Zustimmung der Grünen Abgeordneten Staudte und Christian Meyer. Umweltminister Olaf Lies zeigte sich angesichts der negativen Entwicklungen auch offen für Maßnahmen. „Ob etwas dabei herauskommt, werden wir sehen“, so die Grünen.

PR

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