Hannoversche Volksbank: Starkes Wachstum mit dem gewerblichen und privaten Mittelstand

HANNOVER/CELLE. Das Jahresergebnis 2019 fasst der Vorstandssprecher der Volksbank Hannover, Jürgen Wache, so zusammen: „Unser Erfolgsfaktoren sind Verlässlichkeit und Regionalität und der Zusammenschluss mit der Volksbank Hildesheimer Börde verlief reibungslos und auch wirtschaftlich waren wir in unserem 160. Geschäftsjahr sehr erfolgreich.“ Die Fusion ist nicht nur technisch und organisatorisch abgeschlossen sondern auch kulturell; hier sind Menschen vereint. Nun lasse sich auch das Niederlassungskonzept besser abbilden. Das Ergebnis der Volksbank Celle als Niederlassung der Volksbank Hannover, ist in der folgenden Gesamtbetrachtung enthalten.

Jürgen Wache (li) und Gerd Zeppei

Im letzten Jahr konnte die Bank nahezu 6.000 Neukunden und fast 4.400 neue Mitglieder gewinnen. Ca. 250.000 Kunden hat die Bank, nahezu 126.000 Menschen aus der Wirtschaftsregion Hannover-Hildesheim-Celle sind nun Mitglied und damit Eigentümer der Hannoverschen Volksbank. Die Bilanzsumme der Hannoverschen Volksbank wuchs zum Stichtag 31.12.2019 um 6,0% auf 6,6 Mrd. Euro (Vorjahr: 6,2 Mrd. Euro). Die Bank gehört zu den zehn größten Volks- und Raiffeisenbanken Deutschlands. Auf der Passivseite der Bilanz wuchsen die Kundeneinlagen um 277 Mio. Euro (+5,9%) auf mehr als 5,0 Mrd. Euro (Vorjahr: 4,7 Mrd. Euro).

Aktuell belegte die Hannoversche Volksbank beim bundesweiten Qualitäts-Bankentest vom Deutschen Institut für Bankentest den zweiten Platz in der Beratung von Privatkunden und jeweils den 1. Platz in der Beratung von Firmenkunden und vermögenden Privatkunden (Private Banking) in Niedersachsen. Diese aktive Kundenbetreuung spiegelt sich in den Kundendepots wider. Die Neuanlagen (+71,9 Mio. Euro) der Kunden weisen eine ausgesprochen positive Entwicklung aus. Die Kursentwicklung zum Stichtag 31.12.2019 mit einem Plus von 293,9 Mio. Euro führte zu einer Steigerung der Werte in den Depots um 365,8 Mio. Euro auf 2,3 Mrd. Euro. Die gesamten Geldanlagen, die Kunden der Bank außerhalb der Bilanz im Wertpapier- und Fondsgeschäft sowie bei Verbundpartnern der Hannoverschen Volksbank getätigt haben, wiesen zum Ende des letzten Jahres 3,0 Mrd. Euro aus. Dazu Wache: „Unsere Beraterinnen und Berater haben vielen Kunden Renditechancen gewahrt, die in bilanziellen Anlagen derzeit nicht zu erzielen sind.“ Die Summe der bilanziellen Einlagen und der vermittelten Gelder (Kundenwertvolumen) beträgt 8,0 Mrd. Euro (Vorjahr: 7,3 Mrd. Euro).

Der Bestand der herausgegebenen Kredite (Forderungen gegenüber Kunden) der Hannoverschen Volksbank nahm im Jahr 2019 wiederum um bemerkenswerte 9,7% bzw. 419 Mio. Euro zu. Der Kreditbestand wächst dadurch auf 4,7 Mrd. Euro (Vorjahr: 4,3 Mrd. Euro). Die traditionelle Kundschaft der Volksbank, der private und gewerbliche Mittelstand, hat stark investiert und hierfür auf die Finanzierungsangebote der Volksbank zurückgegriffen. „Wir haben im letzten Jahr Kredite mit einem Volumen von 1,3 Mrd. Euro zugesagt“, resümiert Wache, „ein Schwerpunkt lag bei den gewerblichen Finanzierungen in der Wohnungswirtschaft sowie in 3.150 privaten Baufinanzierungen mit einem Volumen von rund 555 Mio. Euro“. Das fördere auch die Schaffung von Arbeitsplätzen. Konsumentenkredite vermittelt die Bank innerhalb der genossenschaftlichen FinanzGruppe als ‚easyCredit‘ an die Team-Bank. Hier stieg der Bestand im Jahr 2019 um 3,2 Mio. Euro auf 107,8 Mio. Euro.

Der in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung ausgewiesene Zinsüberschuss nahm gegenüber dem Vorjahr um 5,4% auf 134,4 Mio. Euro (Vorjahr: 127,5 Mio. Euro) zu. „Dieser Anstieg basiert insbesondere auf der Ausweitung unseres Kundenkreditgeschäftes“, betonte Wache. Unter den aktuellen Rahmenbedingungen ist für die nächsten Jahre mit einem rückläufigen Zinsergebnis zu rechnen, dem wir uns mit der Fortführung unserer Wachstumsstrategie und Kostensenkungen entgegenstellen“. Der Provisionsüberschuss nahm, basierend auf dem starken Wertpapier- und Vermittlungsgeschäft, mit einem Plus von 9,7% deutlich auf 44,9 Mio. Euro (Vorjahr: 41,2 Mio. Euro) zu.

Der Personalaufwand betrug im letzten Jahr 67,9 Mio. Euro (Vorjahr: 66,5 Mio. Euro) und entspricht der Planung. Der Sachaufwand (inkl. Afa) wuchs auf 45,4 Mio. Euro (Vorjahr: 42,6 Mio. Euro). Gründe sind die erhöhte regulatorische Aufwendungen, die Kosten für die Fusion sowie die Unterstützung der bundesweiten Digitalisierungs-Offensive der Volks- und Raiffeisenbanken. Unter diesen Rahmenbedingungen hat sich das Betriebsergebnis vor Bewertung verbessert. Es fiel mit 62,2 Mio. Euro um 4,2 Mio. Euro höher aus als im Vorjahr. Dieses entspricht 0,96% der Bilanzsumme. Das hänge auch mit dem Erfolg der Fusion zusammen.

Der Kreditbestand und die eigenen Wertpapieranlagen wurden mit der banküblichen Vorsicht bewertet. Die Wertberichtigungen aus dem Kreditgeschäft fielen bedingt durch die gute wirtschaftliche Lage wiederum außerordentlich günstig aus. Die zum Ende 2018 marktbedingten Kurskorrekturen beim eigenen Wertpapierbestand konnten zum 31.12.2019 mehr als ausgeglichen werden.

Das Eigenkapital der Bank wird aus dem guten Ergebnis weiter gestärkt und wird allen aufsichtsrechtlichen Anforderungen mehr als gerecht. Die Bank bewertet dieses als gute Basis für ein weiteres, kräftiges Wachstum. Aus dem Jahresüberschuss von 16,3 Mio. Euro (Vorjahr: 15,5 Mio. Euro) will die Bank wieder eine Dividende von 5,5% zahlen. Im Zuge der Fusion hat die Bank die Beteiligungsmöglichkeit ihrer Mitglieder auf 10 Anteile à 50 Euro erhöht (zuvor waren es nur drei Anteile). Die Cost-Income-Ratio (Aufwand-Ertrag-Relation / CIR) beträgt 64,80. Die Tochtergesellschaften der Hannoverschen Volksbank haben ihre Marktchancen erfolgreich genutzt. Die Hannoversche Volksbank Immobilien GmbH (HVI) konnte mit 224 vermittelten Objekten ein Kaufpreisvolumen von mehr als 60 Mio. Euro umsetzen. Der Wunsch nach den eigenen vier Wänden und der Trend nach der Anlage in Immobilien aufgrund der aktuellen Zinssituation setzen sich damit fort.

Aktuell beschäftigt die Hannoversche Volksbank 1.032 Mitarbeiter. Mit 54 Auszubildenden zur Bankkauffrau und zum Bankkaufmann sowie Studenten zum Bachelor of Arts gibt die Bank vielen jungen Menschen eine berufliche Perspektive. Die Volksbank betreibt 47 Geschäftsstellen sowie 39 SB-Center. Zwei Drittel der Girokonten werden heute online geführt. Bereits ein Viertel der Konteninhaber haben sich für den papierlosen Auszug im elektronischen Postfach entschieden. Dieses Thema werde weiter forciert. Im Jahr 2019 wurde fast 4,8 Mio. Mal die VR-Banking-App für die Kontoführung genutzt, eine Steigerung um 1,4 Mio. Anmeldungen. Zudem bietet die Bank das kontaktlose Bezahlen auch mit einer digitalen girocard oder Kreditkarte per Smartphone an. Die Einführung von „Apple pay“ in der Genossenschaftlichen FinanzGruppe ist für April 2020 avisiert.

Über Förder- und Sponsoringmaßnahmen sowie Spenden unterstützt die Hannoversche Volksbank soziale, kulturelle und sportliche Projekte und Initiativen mit fast 1,3 Mio. Euro. „Es entspricht unserer genossenschaftlichen Philosophie, die Menschen in unserer Region an unserem Erfolg teilhaben zu lassen“, betont Wache.

Für das Jahr 2020 rechnet die Bank mit einem leichten Rückgang des Wirtschaftswachstums in Deutschland, sieht den Wirtschaftsraum Hannover-Hildesheim-Celle jedoch etwas optimistischer. Die Hannoversche Volksbank plant alle Verwaltungsaufgaben, die derzeit auf drei Standorte verteilt sind, bis Ende 2022 an der Kurt-Schumacher-Straße zusammenzuführen. Die Bank erwartet daraus Effizienzsteigerungen und Kostenvorteile. Zudem stellt die Bank das Thema „Nachhaltigkeit“ in einen besonderen Fokus: „Als Genossenschaft setzen wir seit 160 Jahren auf langfristige, nachhaltige Geschäftsverbindungen und engagieren uns für unsere Mitglieder, Kunden und die Menschen in unserer Region“, betont Wache, „wir sehen jedoch ein steigendes Interesse unserer Kunden an unserem Engagement für Umwelt und Soziales sowie entsprechender Anlageprodukte. Von Seiten der Aufsicht erwarten wir für die Zukunft höhere Anforderungen in der Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsrisiken. Darauf stellen wir uns ein“.

Volksbank Celle: Positive Entwicklung im Jahr 2019 – Kreditgeschäft wächst überdurchschnittlich:
Auch die Volksbank Celle, Niederlassung der Hannoverschen Volksbank, blickt zufrieden auf ihr 166. Geschäftsjahr zurück. Die Genossenschaftsbank, die zu den ältesten in Deutschland zählt, betreut in der Residenzstadt rund 14.000 Kunden, 6.210 sind auch Mitglied der genossenschaftlichen Bank. Das Kreditgeschäft der Volksbank Celle konnte im zurückliegenden Geschäftsjahr überdurchschnittliche Zuwächse verzeichnen. Es stieg um 16,5 Prozent auf 283,8 Mio. Euro (Vorjahr: 243,5 Mio. Euro). Damit setzt sich in der Niederlassung die positive Entwicklung der vergangenen Jahre fort. „Die Nachfrage nach neuen Immobilien- und Investitionskrediten durch unsere gewerbliche und private Kundschaft ist unverändert hoch“, berichtet Niederlassungsleiter Gerd Zeppei. „Hier verzeichnen wir die größten Zuwächse.“

Bei den bilanziellen Einlagen kann die Niederlassung der Hannoverschen Volksbank in Celle ebenfalls über ein Wachstum berichten. Im zurückliegenden Geschäftsjahr betragen sie zum Bilanzstichtag 210,1 Mio. Euro (Vorjahr: 198,8 Mio. Euro). Dies entspricht einem Anstieg von 5,66 Prozent.
Auch außerbilanziell ist das Geschäftsvolumen der Volksbank Celle gestiegen. Insbesondere im Bereich der Geldanlagen wuchs das Volumen um fast 16 Prozent bzw. 14,9 Mio. Euro auf 108,5 Mio. Euro (Vorjahr: 93,6 Mio. Euro). „Unsere Beraterinnen und Berater haben ihren Kunden in Celle damit Renditechancen gewahrt, die in bilanzwirksamen Anlagen nicht zu erzielen sind“, erläutert der Niederlassungsleiter mit Blick auf die aktuelle Zinssituation.

„Wir beobachten in Celle derzeit eine leicht rückläufige Konjunktur“, erläutert Gerd Zeppei und ergänzt: „Die Kaufkraft ist aber zufriedenstellend.“ Während die Arbeitslosenquote mit 5,3 Prozent weiterhin niedrig ist, klagen die Firmen in Celle unverändert über einen Mangel an Fachkräften. Abschließend bemerkt Niederlassungsleiter Gerd Zeppei: „Auch in Celle beobachten wir in vielen Lagen steigende Immobilienpreise und Mieten, wobei diese Entwicklung im Vergleich zu Hannover deutlich niedriger ausfällt.“

Die Volksbank Celle bietet in ihrem KompetenzCenter in der Stechbahn die komplette Bandbreite des Bankgeschäftes an. 23 Beraterinnen und Berater kümmern sich dabei um die finanziellen Angelegenheiten ihrer Kunden. Fünf SB-Center im Stadtgebiet runden das umfassende Angebot ab.

PR/Redaktion
Celler Presse

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