Feuerwehrführungskräfte und Politiker trafen sich beim parlamentarischen Abend 2020 in Hannover – Erhalt des qualifizierten Rettungsdienstes und der Notrufnummer 112 gefordert

HANNOVER. Über 160 Feuerwehrführungskräfte und Mitglieder des niedersächsischen Landtages trafen sich am Mittwoch, 26. Februar 2020, im Hause der VGH Versicherungen in Hannover und tauschten sich über aktuelle Feuerwehrthemen aus. Dr. Ulrich Knemeyer, stellvertretende Vorsitzende des Vorstandes der VGH-Versicherung, begrüßte als Hausherr alle Anwesenden stellte die Wichtigkeit des Feuerwehrverbandswesens noch einmal fest. Die vier öffentlichen Versicherer werden auch zukünftig mit allen möglichen Kräften und Mitteln das Brandschutzwesen in Niedersachsen fördern und unterstützen.

Der Landtagsvizepräsident Frank Oesterhelweg (MdL) freute sich über die Möglichkeit an diesem Abend die Landtagspräsidentin Gabriele Andretta und den Niedersächsischen Landtag vertreten zu dürfen. Er sprach den Dank und die Anerkennung des Landesparlamentes für alle Feuerwehrangehörigen in Niedersachsen aus. Ohne das überwiegend ehrenamtliche Engagement wäre dieser professionelle Brandschutz nicht zu gewährleisten.

In seinen Ausführungen zum parlamentarischen Abend 2020 des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen (LFV-NDS) ging Präsident Karl-Heinz Banse direkt auf die Bedürfnisse sowie Sorgen und Nöte der Feuerwehren in Niedersachsen ein. „Für das niedersächsische Brandschutzwesen gilt als zentrales Thema im Jahr 2020 sicherlich das durch die Strukturkommission erarbeitete Zukunftspapier „Einsatzort Zukunft“. Dieses ist für die Sicherstellung des zukünftigen Brandschutzes maßgeblich und gewichtig“, hob der LFV-Präsident in seinen Ausführungen hervor.

Er mahnte an, „dass das Land und der Bund sich nicht weiter so zurückhaltend mit dem Zivil- und Katastrophenschutz befassen dürfen und ihre Investitionen in die Brandschutzkomponenten deutlich anheben müssen. Die Fahrzeugausstattungen der Feuerwehren für diesen Bereich sind überwiegend überaltert oder gar nicht mehr einsatzbereit“, so Karl Heinz Banse weiter. Ebenfalls ist die Modernisierung und Anpassung des Erlasses zur Aufstellung der Kreisfeuerwehrbereitschaften ein zentral wichtiges Thema für den Zivil- und Katastrophenschutz in Niedersachsen.

Eine weitere aktuelle Diskussion bringt zurzeit viele Unsicherheiten nicht nur in die Feuerwehren. Durch die Pläne des Bundesgesundheitsministers soll der Rettungsdienst reformiert werden. Die würde auch den Betrieb der qualifizierten Notrufnummer 112 der Feuerwehr und des Rettungsdienstes betreffen. Zukünftig möchte der Bundesgesundheitsminister über den Notruf oder der Hotline der Kassenärztlichen Vereinigung (116 117) das sich Patienten einer telefonischen Ersteinschätzung unterziehen und dann ggfs. Arzttermin erhalten oder an Notfallpraxen weitergeleitet werden. “Diese würde dann höchstwahrscheinlich zu einem erhöhten Arbeitsaufwand der vorhandenen Rettungsmittel führen und neben der Mehrbelastung für das Personal ebenfalls eine schlechtere Versorgung der Bürgerinnen und Bürger nach sich ziehen. Es ist auch davon auszugehen, dass die Erreichbarkeiten des Notrufes 112 ebenfalls sich verschlechtern wird und es hierdurch zu Verzögerungen in der Alarmierung von Feuerwehr und Rettungsdienst kommen kann“, so Karl-Heinz Banse abschließend.

PR
Fotos: Landesfeuerwehrverband Niedersachsen

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