Regionalbischof Dieter Rathin geht vorzeitig in Ruhestand

Regionalbischof Dieter Rathin geht vorzeitig in Ruhestand

14. Juni 2020 Aus Von Celler Presse

LÜNEBURG. Der evangelisch-lutherische Regionalbischof Dieter Rathing geht zum 1. April 2021 in den vorzeitigen Ruhestand. Das hat der 63-jährige Geistliche heute den rund 350 Pastorinnen und Pastoren sowie gut 100 Diakoninnen und Diakonen im Bereich des Sprengels mitgeteilt. Die Verabschiedung durch Landesbischof Ralf Meister in der Lüneburger St. Johanniskirche wird voraussichtlich im März 2021 stattfinden.

Die Entscheidung habe persönliche Gründe, betont Rathing. „Mir ist das Privileg bewusst, das ich in Anspruch nehme, um ein Stück mehr privater Selbstbestimmung und Lebensqualität zusammen mit meiner Frau in den Jahren jenseits der 60 zu gewinnen“, erklärt Rathing. „Die Frage, ob das zu egoistisch gedacht und entschieden ist, wird mir bleiben.“

Eine Spezialität von Dieter Rathing war das jährliche Betriebspraktikum. Im vergangenen Jahr arbeitete der Lüneburger Regionalbischof eine Woche lang auf der Baustelle der Hitzacker Dorf Genossenschaft. Ende März 2021 geht er in den Ruhestand.

Der Geistliche blickt im kommenden Jahr auf 35 Dienstjahre im ordinierten Amt zurück. Davon stand Rathing insgesamt 20 Jahre in kirchenleitender Verantwortung, zunächst als Superintendent im Kirchenkreis Verden und seit 2011 als Regionalbischof für den Sprengel Lüneburg.

Das Ehepaar Rathing hat sich für eine Mietwohnung in Lüneburg als Ruhestandssitz entschieden. Ein halbes Jahr vor Ende ihrer Amtszeit können sich Geistliche der hannoverschen Landeskirche von ihrer Dienstwohnungspflicht befreien lassen. Von dieser Möglichkeit will Rathing Gebrauch machen, im Übrigen jedoch bis Ende März 2021 Dienst tun. Seine Aufgabe als Vorsitzender des Evangelischen Dorfhelferinnenwerks Niedersachsen e. V. will Rathing ehrenamtlich weiterführen.

Ausdrücklich bedankt sich der Regionalbischof bei den Pastorinnen und Pastoren, Diakoninnen und Diakonen für ihr „freundliches Entgegenkommen in persönlichen Kontakten und Begegnungen, bei Visitationen, auf Konventen im Kirchenkreis und im Sprengel“. Auch das Vertrauen der Kirchenleitung und die Zusammenarbeit im Bischofsrat habe ihn bei seinen Aufgaben ermutigt und gestärkt.

Ähnlich lautende Schreiben gingen an die Leitungen der zum Sprengel Lüneburg gehörenden Kirchenkreise, an die Äbtissinnen der sechs Heideklöster sowie an die ehrenamtlichen Prädikanten.

Der Sprengel Lüneburg ist neben Osnabrück, Ostfriesland-Ems, Stade, Hildesheim-Göttingen und Hannover einer von sechs Bezirken der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Dazu gehören zehn Kirchenkreise mit insgesamt rund 500.000 evangelischen Kirchenmitgliedern in 245 Gemeinden. Über die Nachfolge von Dieter Rathing entscheidet der Personalausschuss der Landeskirche.

PR
Foto: Merten





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