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Grüne: „Demo gegen rechts, für ein vielfältiges Celle: Wo war der Oberbürgermeister?“

  • Celle

Die veröffentlichten Correctiv-Recherchen haben etwas in Gang gesetzt. In der ganzen Republik gingen in den vergangenen Tagen Hunderttausende Menschen aus unterschiedlichen Milieus auf die Straße, um ein Zeichen für unsere liberale Demokratie, für eine vielfältige Gesellschaft und gegen Rassissmus zu setzen. Bei nahezu allen Kundgebungen kamen weit mehr Menschen als angemeldet. So auch in Celle, wo am vergangenen Samstag 4.500 Menschen friedlich zusammen demonstrierten und Teil der größten Kundgebung wurden, die Celle je erlebt hat.

„Unserer Überzeugung nach gibt es Themen, zu denen Menschen mit Vorbildfunktion sichtbar sein und klar Stellung beziehen sollten. Die rechtlichen Spielräume dafür sind gegeben“, betonen Annette Schmahl und Daniel Beer, Stadtverbandsvorsitzende der Celler Grünen. Neben den Ministerpräsidenten von Niedersachsen, Brandenburg und Sachsen sei hier beispielhaft der Bremer Bürgermeister Bovenschulte genannt. Am Celler Demonstrationszug nahmen zahlreiche politische Vertreter, auch von CDU und FDP, aus Stadt, Kreis, Land und Bund teil und zeigten klare Kante. „Vermisst wurde unser Oberbürgermeister Dr. Jörg Nigge. Allein seine Anwesenheit vor Ort hätte ein klares Bekenntnis zur Vielfalt unserer Stadtgesellschaft bedeutet. Stattdessen verweist er auf das politische Neutralitätsgebot und darauf, dass auch am Sonntag wieder „die falschen Leute, teils mit extremistischem Hintergrund“ mitgelaufen sein. Wir können das nicht nachvollziehen und bedauern es, dass mit dieser Aussage das Engagement so vieler Menschen diskreditiert wird“, äußern sich Schmahl und Beer. Andere Stadtoberhäupter hätten sich bewusst unter ihre Bürgerinnen und Bürger gemischt, um Haltung zu zeigen und das große zivilgesellschaftliche Engagement der Stadtgesellschaft zu würdigen. „Wenn Oldtimer vor dem Celler Schloss aufgebaut sind, wird gepostet was das Zeug hält. Wenn Menschen sich dort friedlich versammeln, bleibt es im städtischen Social Media-Kanal ruhig, so als wäre nichts passiert. Wir sind sehr besorgt über diese Nicht-Haltung! Herr Nigge, ihr Schweigen ist einmal mehr zu laut“, so die beiden Vorsitzenden.

PR

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