Samstag, 5. September 2026

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Seniorengerecht Wohnen: So wird die Wohnung sicher und komfortabel

Immer mehr Menschen erreichen ein hohes Alter und möchten so lange wie möglich selbstständig in ihrem Zuhause wohnen bleiben. Eine altersgerechte Anpassung der Wohnung kann dabei helfen, das Wohlbefinden und die Sicherheit älterer Menschen entscheidend zu erhöhen. In diesem Artikel wird daher aufgezeigt, welche Maßnahmen und Elemente dabei helfen können.

Bequeme und Funktionale Möbel

Für Senioren sind Möbel, die Komfort und eine einfache Handhabung bieten, besonders wichtig. Hier spielen Pflegesessel eine zentrale Rolle. Pflegesessel sind speziell darauf ausgelegt, den Rücken zu entlasten und ein bequemes Aufstehen und Hinsetzen zu ermöglichen. Sie besitzen oft eine elektrische Verstellfunktion, die es ermöglicht, die Sitz- und Liegeposition individuell anzupassen. Einige Modelle, wie beispielsweise bestimmte Devita Pflegesessel, verfügen zudem über eine Aufstehhilfe, die das Aufstehen erleichtert und so das Risiko von Stürzen vermindert.

Ein weiterer Aspekt ist die Höhe der Sitzmöbel. Zu niedrige Sessel und Sofas können für ältere Menschen eine Herausforderung darstellen. Sitzmöbel mit einer höheren Sitzfläche erleichtern das Aufstehen und sorgen für zusätzlichen Komfort. Auch das Gewicht der Möbel sollte beachtet werden. Leicht verschiebbare Möbel ermöglichen eine flexible Gestaltung der Wohnung, ohne dass schwere Gegenstände verschoben werden müssen.

Sichere Fußböden und Wege

Glatte Böden oder lose Teppiche stellen häufig ein Sturzrisiko für Senioren dar. Rutschfeste Bodenbeläge sind daher zu empfehlen. Teppiche sollten unbedingt mit rutschfesten Matten unterlegt werden, um ein Ausrutschen zu verhindern. Es ist ratsam, auf lange Strecken ohne Unterbrechungen zu achten, damit keine Stolperfallen entstehen.

Zusätzlich sollten Wege in der Wohnung klar und barrierefrei gestaltet sein. Alle Räume, die häufig genutzt werden, sollten leicht zugänglich sein. Besonders in Fluren und auf dem Weg zum Badezimmer sollte genügend Platz sein, um auch mit einem Rollator oder Rollstuhl problemlos hindurchzukommen.

Barrierefreiheit im Badezimmer

Das Badezimmer ist ein Ort, an dem es häufig zu Unfällen kommt. Deshalb ist hier besondere Vorsicht geboten. Haltegriffe in der Dusche und neben der Toilette bieten Sicherheit und Unterstützung. Eine begehbare Dusche ist einer herkömmlichen Badewanne vorzuziehen, da der Einstieg deutlich einfacher und sicherer ist.

Zusätzlich können ein höhenverstellbares Waschbecken und eine rutschfeste Duschmatte das Badezimmer seniorengerecht machen. Duschsitze ermöglichen es älteren Menschen, sich während des Duschens auszuruhen und verringern somit das Risiko, im nassen Bereich zu stürzen.

Angepasste Beleuchtung

Mit zunehmendem Alter lässt das Sehvermögen nach. Daher ist eine gute Beleuchtung in der gesamten Wohnung entscheidend. Es sollte auf blendfreies Licht geachtet werden, um die Augen nicht zusätzlich zu belasten. Bewegungsmelder können eine sinnvolle Ergänzung sein, insbesondere in Fluren und im Badezimmer, da sie automatisch Licht spenden, wenn es am nötigsten ist.

Nachttischlampen oder Stehleuchten, die leicht zu erreichen und zu bedienen sind, erhöhen den Wohnkomfort weiter. Besonders wichtig ist eine ausreichende Beleuchtung in der Küche und im Badezimmer, da dort die meisten Unfälle passieren können.

Einfache Bedienung von Geräten

Viele technische Geräte in der Wohnung sind für ältere Menschen schwer zu bedienen. Haushaltsgeräte mit großen, gut lesbaren Tasten erleichtern die Handhabung deutlich. Auch Fernbedienungen sollten möglichst einfach gestaltet sein, um die Bedienung des Fernsehers oder der Musikanlage möglichst problemlos zu gestalten.

Smart-Home-Technologien können Senioren den Alltag erheblich erleichtern. Sie ermöglichen es beispielsweise, die Raumtemperatur oder die Beleuchtung per Sprachbefehl zu steuern.

Notrufsysteme für die Sicherheit

Ein Notrufsystem trägt maßgeblich zur Sicherheit im seniorengerechten Zuhause bei. Es ermöglicht den schnellen Kontakt zu Angehörigen oder einem Notrufdienst, falls etwas passiert. Solche Systeme gibt es in verschiedenen Ausführungen, sei es als Armband, Halskette oder fest installiertes Gerät in der Wohnung.

Diese Systeme sind oft mit Sturzsensoren ausgestattet, die automatisch Alarm schlagen, wenn der Träger stürzt und sich nicht mehr bewegen kann. Dies kann im Ernstfall Leben retten und sollte daher in keinem seniorengerechten Zuhause fehlen.

Eine seniorengerechte Wohnung trägt wesentlich dazu bei, dass ältere Menschen länger selbstständig und sicher in ihrem vertrauten Zuhause leben können. Durch kluge Anpassungen und die Auswahl geeigneter Möbel und Hilfsmittel lässt sich der Alltag erheblich erleichtern und das Unfallrisiko minimieren.

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Foto: Tim Kilby / unsplash