So sichern sich Unternehmen die Ausbildungsprämie

LÜNEBURG. 2.481 neue Ausbildungsverträge verzeichnet die Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg (IHKLW) zum 31. Juli. „Das sind zwar 14,8 Prozent weniger als im Vorjahr, trotzdem stimmen die Zahlen angesichts der coronabedingten Krisensituation zuversichtlich. Sie zeigen, dass die regionalen Betriebe nach wie vor in ihre Zukunft investieren“, sagt IHKLW-Hauptgeschäftsführer Michael Zeinert. „Die Unternehmen wissen: Beim Durchstarten nach der Krise können Fachkräfte wieder schnell zum Engpassfaktor werden und Ausbildung ist der beste Weg, den eigenen Nachwuchs zu sichern.“ Hintergrund für den Rückgang der Ausbildungszahlen sei aber nicht allein die Coronakrise, durch den Übergang von G8 zu G9 fehlten rund zwei Drittel des Abi-Jahrgangs und Betriebe hätten daher mit weniger Berufsanfängern geplant, so Zeinert. Er betont: „Es gibt noch viele freie Lehrstellen – und mit der Ausbildungsprämie des Bundes jetzt auch Rückenwind für Unternehmen.“

Ausbildungsprämie für Unternehmen
Insgesamt 500 Millionen Euro stellt der Bund mit dem Programm „Ausbildungsplätze sichern“ bereit, davon können 410 Millionen Euro für die Maßnahmen der ersten Förderrichtlinie eingesetzt werden. Die Ausbildungsprämie unterstützt Betriebe mit bis zu 249 Mitarbeitern, die als Folge der Corona-Krise Kurzarbeit oder erhebliche Umsatzrückgänge verzeichnet haben. Für jeden Ausbildungsplatz, den diese Unternehmen zum Ausbildungsstart 2020 besetzen, erhalten sie 2.000 Euro, für neu geschaffene Ausbildungsplätze sogar 3.000 Euro. Außerdem gibt es Zuschüsse zur Ausbildungsvergütung, wenn der Ausbildungsbetrieb Auszubildende und Ausbilder nicht mit in Kurzarbeit schickt. Ebenfalls gefördert werden Unternehmen, die Auszubildende aus insolventen Betrieben übernehmen, und Verbundlösungen, in denen Ausbildungsdienstleister oder Ausbildungsbetriebe temporär die Ausbildung für notleidende Betriebe übernehmen.

Anträge können Unternehmen ab sofort über die Arbeitsagenturen stellen. Die Antragsunterlagen sind ab sofort unter www.arbeitsagentur.de zu finden, Fragen beantwortet der Arbeitgeber-Service der Arbeitsagenturen vor Ort unter der Rufnummer 0800 4 5555 20.

Der „Aktionsplan Ausbildung“ des Landes Niedersachsen ergänzt die Förderungen mit weiteren 18 Millionen Euro und berücksichtigt neben den Unternehmen mit einer Mobilitätsprämie auch die Auszubildenden. Darüber hinaus soll eine Vermittlungsoffensive helfen, noch freie Plätze zu besetzen. Der Start des Programms ist für September geplant.

Webinar am 26. August
Für wen welche Förderung infrage kommt und was Unternehmen bei der Antragstellung beachten müssen, erklären die Experten der IHKLW und der regionalen Arbeitsagenturen beim digitalen IHKLW-Expertentipp „Schutzschirm für Ausbildung – Prämien sichern“ am Mittwoch, 26. August, 14 bis 15.30 Uhr. Die Teilnahme an dem Zoom-Webinar ist kostenfrei, eine Anmeldung ist erforderlich unter ihklw.de/schutzschirm.

Ansprechpartnerin rund um organisatorische Fragen ist Wiebke Wenzel, Tel. 04131 742-139, wiebke.wenzel@ihklw.de. Weitere Informationen zu den Ausbildungs-Förderprogrammen gibt es online unter ihk-lueneburg.de/schutzschirm.

PR

Texte und Bilder sind urheberrechtlich geschützt. Ist dieser namentlich in dem Beitrag nicht explizit erwähnt, so kann dieser bei der Redaktion angefragt werden. Bildrechte werden, wenn bekannt, gesondert aufgeführt. Allgemeinbilder zur Untermalung stammen in der Regel von: Celler-Presse.de oder Pixabay.com.





%d Bloggern gefällt das: