Klöckner spricht bei Niedersachsens Junglandwirten – Otte-Kinast diskutiert beim Junglandwirtetag über Rahmenbedingungen

NIEDERSACHSEN. Es sind vor allem die jungen Landwirte, die kommende Generation, die seit Oktober massiv ihren Unmut über fehlende und fachlich falsche politische Rahmenbedingungen auf der Straße mit ihren Trecker-Demonstrationen zum Ausdruck bringen. Sie wollen von der Politik verlässliche, beständige und zukunftsweisende Entscheidungen, um den Hof wirtschaftlich betreiben und nachhaltig im Einklang mit Tier- und Naturschutzgesetzen voranbringen zu können.

„Wir sehen dringenden Handlungsbedarf in Politik und Gesellschaft, damit wir mit Zuversicht und Freude Landwirtschaft betreiben können. Dabei wollen wir mitwirken und unsere Zukunft aktiv gestalten!“, erklärt der Vorsitzende der Junglandwirte Niedersachsens, Niklas Behrens, und lädt zum Junglandwirtetag 2020 ein. Die Junglandwirte haben dazu Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner und Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast als Referentinnen eingeladen, teilt der Landvolk-Pressedienst mit.

„Weiter denken – Zukunftsorientierte politische Rahmenbedingungen“ lautet das Motto des Junglandwirtetages. Er wird gemeinsam mit den Junglandwirten Burgdorf ausgerichtet und findet am Dienstag, 18. Februar, im StadtHaus Burgdorf ab 9.30 Uhr statt. Niedersachsens Junglandwirte wollen nicht nur „weiterdenken“, sondern vor allem weitermachen. Aber dazu fehlt ihnen die Perspektive: Weder Gesellschaft noch Politik und Einzelhandel geben ihnen das Gefühl der Wertschätzung oder den Lohn für ihre tagtägliche Arbeit, Woche für Woche, Jahr für Jahr noch die politischen Rahmenbedingungen. „Wir sind offen für Veränderungen und haben viele Ideen, unsere Betriebe neu auszurichten. Angesichts der Vielfalt der gesellschaftlichen Wünsche fehlt jedoch eine klare Richtung und die Gewähr, dass die Verbraucher unsere Mehrkosten bezahlen. Von Seiten der Politik brauchen wir aufeinander abgestimmte Ziele und Vorgaben“, erklärt Vorsitzender Behrens. Deshalb freut er sich umso mehr, dass Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner ihr Kommen zugesagt hat und zum Thema „Nachhaltig und smart Veränderung gestalten – Perspektiven für Deutschlands junge Landwirtschaft“ sprechen wird. „Landwirtschaft und gesellschaftliche Erwartungen: Sollen – können – wollen“ stellt Prof. Dr. Alfons Balmann vom Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien Halle anschließend vor. Aus der Sicht der Junglandwirte erklärt Louisa Backhaus, wo auf ihrem Hof in der Region Hannover der Schuh drückt. Für Punkt 12 Uhr ist eine einstündige Podiumsdiskussion mit der niedersächsischen Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast angesetzt, bevor sich die Junglandwirte abschließend gemeinsam für die Zukunft stärken. Weitere Infos unter www.junglandwirte-niedersachsen.de.

LPD
Foto: Landvolk Niedersachsen

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