Brandplatz nicht umgestalten – Pipenposten soll dort bleiben – Bäume in der Innenstadt erhalten
CELLE. Auf große Resonanz stieß die Umfrage der Stadtverwaltung auf dem Robert-Meyer-Platz am Samstag. Die Frage war: „Wie sieht die Innenstadt der Zukunft aus?“ Bürgerinnen und Bürger konnten ihre Wünsche zur Gestaltung der Innenstadt äußern. Sie sollen mit ihren Ideen helfen, um den ökologischen, klimatischen, demografischen, sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen begegnen zu können, um Celle als lebenswerte Stadt weiterzuentwickeln und zu stärken.



Die Entwicklung der Strategie wird im Rahmen des Förderprogramms „Resiliente Innenstädte“ erarbeitet. An diesem möchte Celle teilhaben, um für die Umsetzung entsprechender Maßnahmen eine Förderung durch das „Operationelle Multifondsprogramm EFRE/ESF+“ zu erhalten. Damit soll eine behutsame Umgestaltung der Innenstadt ermöglicht werden. Die Erarbeitung der Strategie soll bis April abgeschlossen sein. Die Ergebnisse sollen im Zeitraum von Mitte 2022 bis Ende 2027 umgesetzt werden.
Nun, an Vorschlägen haperte es nicht, die an der Pinwand niedergeschrieben wurden. Es wundert nicht, dass die schon seit Jahren diskutierten Themen dominierten. So wurde der geplanten Umgestaltung des Brandplatzes große Aufmerksamkeit geschenkt, u. a. auch mit dem Hinweis auf die enormen Kosten. Die Entsiegelung von Flächen ist ebenfalls ein Thema, aber auch die Werbeschilder vor Geschäften werden als störend empfunden. Mehr öffentliche Toiletten – zudem barrierefrei – verbunden mit Hinweisschildern, wo sich diese befinden, ist sicher ein Anliegen, das große Zustimmung bei vielen Bürgerinnen und Bürgern, aber auch bei Besuchern der Stadt findet.
Die Forderung nach einer autofreien Innenstadt ist nicht neu. Ob angesichts dieser Aktion diese maximale Forderung nun realisiert wird, wird sicher nicht erwartet, zumal dabei nicht nur eine politische Entscheidung kaum durchsetzbar ist, sondern auch noch die Geschäftswelt ein Wörtchen mitredet. Inwieweit ein Vorschlag „keine Autofirst-Politik“ die Planungen für die Zukunft beeinflussen wird, bleibt abzuwarten.
„Bezahlbare Wohnungen“ ist auch ein Dauerthema, das bei dieser Gelegenheit wieder aufgegriffen wurde, ebenso die Forderung nach modernen Wohnkonzepten wie Tiny Houses. „Der Kleine Plan ist tot“ lautet ein Hinweis, da er nur von Autos genutzt werde.
Es bleibt spannend. Bis April soll eine Strategie unter Berücksichtigung der vielen Bürgerideen vorliegen.
Redaktion
Celler Presse
Fotos: Celler-Presse.de
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